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Zwei-, Drei- Mehrhundehaltung

 


 

Kein Zweifel!!! Es macht viel Freude zwei oder sogar mehr Hunde zu seiner Familie zählen zu können! Egal ob man sie einfach beim miteinander spielen beobachtet, sich selber mit ihnen beschäftigt oder einfach nur die Momente genießt, in denen man sie um sich hat - es ist einfach schön!

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Danke Karin, dass ich Bilder von Dir "Klauen" darf:
             vomschwarzenpanther.de


                                                                               
Danke Nina, dass ich von Dir Bilder "klauen" darf:
             avalon-of-empire.com


Doch wie sollte es anderst sein!?! Wie bei allen Dingen, gibt es auch hier zwei Seiten der Medaille und wir können uns nicht ohne weiteres nur den schönen Seiten zu wenden.

Es beginnt schon bei der Frage der Geschlechter:
Rüde - Rüde
Rüde - Hündin
Hündin - Hündin
bei mehr als zwei Hunden:
ein Geschlecht, Mehrheit einens Geschlechts
oder gleiches Verhältnis?

Egal wie die Geschlechter verteilt sind und ganz egal wer unser Liebling ist (und der Mensch hat immer einen Liebling!!!), haben die Hunde untereinander eine Rangfolge bzw. stehen in einer eigenen Beziehung zu einander. Wir Menschen geben zwar "den Ton an", doch dürfen wir nicht durch parteiisches Verhalten oder ignorieren von internen Beziehungen Spannungen im Rudel erzeugen.

 

Bei der Wahl der Hunderassen sollte man die jeweiligen Eigenschaften und Bedürfnisse der unterschiedlichen Rassen nicht außer Acht lassen. So müsste man sich z. B. ernsthaft fragen, ob die Konstelation Husky und Pekinese sinnvoll wäre.....?!? Der Pekinese ist für den Husky kein geeigneter Laufparnter. Möchte aber nicht ständig alleine bleiben müssen, wenn Ihr Mensch die Bedürfnisse des Huskys erfüllt. Andererseits reichen dem Husky nicht die Spaziergänge die den Pekinesen zu frieden stellen....

Passen die "Typen" gut zu einander, ist es kein Problem kleine und große Rassen zusammen zu halten.

Die Erziehung von zwei oder mehreren Hunden ist die eine Sache.
Im Vorfeld allerdings muss jeder Mensch für sich, ganz ehrlich und nüchtern, folgende Fragen beantworten:

  • Habe ich den Platz (im Haus, sowie im Auto) für mehrere Hunde?
  • Habe ich das Geld für.... 
    die regelmässig anfallenden Tierarztkosten?
    Tierarztkosten die außer der Reihe anfallen?
    die Hundesteuer (ist in den meißten Städten und Gemeinden ab dem zweiten Hund drei mal so hoch wie bei einem Hund!)?
  • Kann ich meinen Alltag, Hobbies auch mit zwei Hunden gut organisieren. Eventuel kann ich nicht überall, wo ich mit einem Hund hin konnte mit zwei oder mehreren Hunden hin gehen? (z. B.aus Platzmangel bei Bekannten)
                                                                                                       
                               

Es stimmt schon, dass wenn der "alte" Hund gut erzogen ist, der Welpe sich viel von ihm abschaut. Das entbindet uns jedoch nicht von unseren Erziehungspflichten! Die wenigsten Althunde sind frei von Unarten, auch wenn es nur kleine Macken sind. Auch diese Eigenarten kann sich der Welpe abschauen und dann kann aus einer liebgewonnenen Schrulligkeit, im Doppelpack ein lästiges Übel werden! 
Oder auch anderes herum:
Der Welpe ist ja schliesslich eine eigene kleine Persönlichkeit. Er bringt ganz eigenen Greationen an, uns unliebsamen, Tatenträngen mit. Und so manch "alte" Hund lässt sich all zu gern dazu hinreisen die Ideen des Welpen selber auch aus zu probieren..... Wir kommen also nicht darum herum, unseren Job als Lehrer und Rudelführer souverän zu managen.

 

Wer einen bereits erwachsenen Hund dazu nehmen möchte, muss im Vorfeld schon abklären, ob sich die Hunde untereinander "grün" sind. Wenn ja, kann es in den eigenen Vierwänden trotzdem noch Anfangsschwierigkeiten geben. In wie weit man die Hunde das unter sich regeln lassen kann und wann wir die Situation klar stellen müssen ist von Fall zu Fall verschieden.


Auf diesen beiden Bildern sind alle einfach nur albern. Auch wenn der Kopf des Westies im Maul des Schäferhundes verschwunden ist, besteht keine Gefahr. Sie haben dieses Spiel für sich entdeckt.